Moritz Götzes Werk steckt immer voller Anspielungen. Er greift die historische Vorlage auf und versetzt sie mit aktuellen Motiven, bringt damit eine neue Bedeutungsebene ins Spiel. Die Bilder, auch Stellungnahmen der eigenen Situation, werden dadurch verallgemeinert. Die Verschränkung von gestern und heute, der vorhandenen Vorlage mit der Situation der Jetztzeit, ist mittlerweile zu einem Erkennungszeichen geworden und zu einem rhetorischen Mittel seiner Kunst. Götze versetzt seine Rezeptionen mit Metaphern, ironischen Verweisen, mit Symbolen, Allegorien, Personifikationen. — Dr. Sabine Heilig